Spaß mit Spam
Irgendjemandem müssen Spammails doch nützen. Mir zum Beispiel, denn sie sind eine nie versiegende Quelle der Freude über eigenwillige Rechtschreibung und Grammatik
den kreativen Umgang mit der deutschen Sprache:
Großgrün
Beamte und Behörden gelten als trocken und verstaubt. Ein Zeitungsartikel über das Buch Raumübergreifendes Großgrün von Hinrich Lührssen hat mich eines Besseren belehrt: Wo Ausdrücke entstehen wie „bedarfsgesteuerte Fußgängerfurt“, muss ein überaus kreatives Potenzial vorhanden sein.
Oder kennt die Behördensprache diesen und ähnliche Begriffe gar nicht? Vielleicht entspringen sie nur der Fantasie schadenfroher Zeitgenossen?
Der oder das Kaugummi
Die Frage nach dem richtigen Artikel artet mitunter zur Glaubensfrage aus. Das muss nicht sein! Ein Radiospot lässt sich auch daraus machen, wie ich heute während einer Autofahrt hörte. Da ging es nicht um die Frage das/der Blog oder die/das App, sondern um den/das Kaugummi.
Vor lauter Begeisterung darüber, dass eine sprachliche Feinheit zum Werbethema wird, habe ich allerdings den aus Werbesicht wichtigsten Teil verpasst: Der Name der Kaugummimarke ist mir entgangen.
Lobenswert
Heute möchte ich endlich dem verbreiteten Vorurteil begegnen, Lektoren würden an allem Geschriebenen herummäkeln. Sogar Lektoren können loben! Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, als ich am zusammengeschriebenen Brezelpoint vorbeikam. Das ist doch endlich einmal eine gelungene Verbindung von Sprachen und Rechtschreibkulturen. Weiter so!
Grottige Grammatik
Sollte es mir zu denken geben, dass die Suche nach „fragebogen zur gramattik“ ins Sprachblog führt?
Nein, ich freue mich lediglich über einen neuen Fund für meine nicht mehr weitergeführte Liste. Ohne diesen Sammeltick wäre mir entgangen, dass es sogar einen „Ratgeber Gramattik“ gibt, obwohl es doch nur Ratgeber zur Grammatik geben dürfte.






