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Ines Balcik, Sprachblog

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Haarpflege

Im Drogeriemarkt lauern böse Überraschungen für gutgläubige Menschen, wie ich einer bin.
Bisher ging ich ganz naiv davon aus, dass Pflegeprodukte für die Haare zwar keine Wunder bewirken, aber zumindest die Haare pflegen, nicht ihnen schaden. Ich habe mich geirrt. Der Anti-Schädigungs-Schutz hat mir die Augen geöffnet.

Die Vorsilbe anti bedeutet gegen.
Schädigung ist auch nicht nett.
Gegen eine Schädigung würde ich mich also gerne schützen: Anti-Schädigung klingt sprachlich holprig, inhaltlich aber gut.
Ein Schutz der Anti-Schädigung könnte also auch nicht schaden, sollte man meinen. Dennoch hinterlässt die Wortkombination einen üblen Beigeschmack. Bei mir bleibt vor allem eine Botschaft hinter der Gedankenakrobatik haften: Dieses Produkt ist schädlich.


Kommentare: (per RSS abonnieren)

Na, ob das Zeug vielleicht auch gegen die Anti-Schädigung schützt?

Das heißt, es sorgt dafür, dass alle Schädigungen ordenlich schädigen können… *schluck*

Es schützt das Shampoo vor dem Geschädigt werden, weil ja die Verhinderung der Schädigungen eine Schädigung des Shampoos wiäre… oder hab ich da was verdreht?

Mein Hirn hat wohl da einen Anti-Schädigungs-Schutz nötig…

Am besten: Anderes Shampoo kaufen. Eines, das vor Anti-Schutz schützt. ;-)

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Norden!!

Monika


Zu verwirrend, das dachte ich mir auch und nahm ein anderes Produkt. ;)



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