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Ines Balcik, Sprachblog

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Zum Zwecke

Lange Wörter sammle ich immer noch gerne. Selbst in IT-Texten lassen sie sich finden, beispielsweise dieses Wort mit 31 Buchstaben: Softwareverteilungsmechanismen.

Welchem Zweck meine völlig willkürliche und unsystematische Wörtersammlung dient? Keinem, völlig zweckfrei ist sie nur der Freude an der Sprache verbunden. Einen Zweck verfolgte dagegen besagter IT-Text. Dort war nämlich auch zu lesen: „Zum Zwecke der Weiterleitung verschiedener Daten ...“ Das ließ mich stutzen. Ich verstehe, dass bei Goethes Zauberlehrling „zum Zwecke Wasser fließe“, aber in einem Sachtext im Jahr 2011 wirkt die umständliche Formulierung nur angestaubt und fehl am Platz.


Kommentare: (per RSS abonnieren)

Richtig erkannt!

“Behufs Weiterleitung verschiedener Daten ...”

wäre die einzig angemessene Alternative!


@ Klaus

“Behufs” was ist das denn? Jetzt habe ich ein Datenchaos! :-)


Hufe schwingen und hier nachsehen ;-))): http://www.duden.de/rechtschreibung/behufs


Nun, der Grund warum niemand mehr das altehrwürdige Wort “behufs” einsetzen möchte ist klar: Es treibt sich in äußerst zwielichtigen Kreisen herum!

Seine Kumpanen sind laut des von Ines angegebenen Links zum Duden ( http://www.duden.de/rechtschreibung/behufs ):

Behördenweg
behördlich
behördlicherseits
behost

Behuf

behuft
behumpsen
behumsen

Da überlegt man doch zweimal, ob man sich wirklich mit so etwas einlassen möchte ...


Also doch lieber beim Zauberlehrling mit seinem Zwecke bleiben? ;-)



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Der Sammelband Jetzt schreiben wir! enthält ausgewählte spannende, mitreißende, traurige und heitere Beiträge, die Kinder und Jugendliche im Rahmen eines Schreibwettbewerbs einreichten.

Herausgegeben von Ines Balcik, Julia Dombrowski und Heike Schmidt-Abidi
mit einem Geleitwort von P. J. Blumenthal