Einträge aus der Kategorie: Kurz notiert
Ein Mä(h)rchen
„Das Mährchen ist bunt und lustig genug, und ich finde die Idee, deren Sie einmal erwähnten, ‚das gegenseitige Hülfleisten der Kräfte und das Zurückweisen auf einander,‘ recht artig ausgeführt.“
Ein weiterer Beleg für schlampige Rechtschreibung im Internet?
Hilfe
Die Flutkatastrophe in Pakistan hat Millionen Menschen ihres Heims und ihrer Lebensgrundlage beraubt. Spenden ist das Mindeste, was wir aus der Ferne für die in Not geratenen Menschen tun können. Zahlreiche Hilfsorganisationen leisten Hilfe, darunter das Bündnis Entwicklung Hilft.
Dass gerade dieses Bündnis im Sprachblog erwähnt wird, liegt – wie könnte es anders sein – an der Rechtschreibung. Denn jedes Mal, wenn ich den Schriftzug sehe, frage ich mich, wie es zur Großschreibung von „Hilft“ kommen konnte. Ich beobachte in letzter Zeit generell eine Tendenz zur Großschreibung von Adjektiven. Vielleicht ergreift dieser Trend nun nach und nach auch Verben und mündet schließlich in ähnlicher Großschreibung in Überschriften, wie wir sie aus der englischen Sprache kennen.
Redigiert
Mit dem Schreiben allein ist es nicht getan. Bis ein Text veröffentlicht werden kann, sind mehrere Bearbeitungsstufen nötig, das weiß jeder, der professionell mit Texten arbeitet.
Bei Privatleuten ist dieses Bewusstsein oft weniger ausgeprägt. Vielleicht aus diesem Grund überarbeitete die Redaktion des ZEITmagazins kürzlich von Lesern eingereichte Texte.
Wer im Glashaus sitzt, sollte aber nicht mit Steinen werfen, heißt es allerdings so schön: Ein Korrektorat hätte der Ankündigung eines redigierten Beitrags auf der Website nicht geschadet, wie das Bild beweist:
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Leider sind Korrektoren oft die ersten Textarbeiter, die eingespart werden, besonders bei Veröffentlichungen im Internet. Zeit- und Kostendruck sind hoch. Da ist es zwar betrüblich, aber wenig verwunderlich, dass ein redigierter Text ausgerechnet mit einem kapitalen Kommafehler angekündigt wird (merke: Kein Komma im einfachen Satz, schon gar nicht zwischen Subjekt und Prädikat!). Über das Fugen-s beim Knochenmarkempfänger ließe sich auch noch räsonieren.
Intelligent
Lässt sich Intelligenz an Rechtschreibung messen? Natürlich nicht. Intelligenz hat Grenzen, Rechtschreibung sowieso.
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Aber fehl am Platz ist der Schreibfehler (intelligent mit I) – und der Artikel zur Bildunterschrift lesenswert: Infektionskrankheiten: Wo die Intelligenz ihre Grenzen hat.
Rechtschreib-App
Das lob ich mir als Lektorin: Rechtschreibung allerorten, auch in der mobilen Kommunikation. In diesem speziellen Fall geht es um einen Rechtschreibtrainer fürs iPhone, wie dieser Meldung über den „WAHRIG Rechtschreibtrainer“ zu entnehmen ist.






