Einträge mit dem Schlagwort: Genitiv
Wenig königlich
Selbst im Sprachblog hinterlässt die königliche Hochzeit Spuren. Schuld daran ist das Wappen des Bräutigamvaters, seines Zeichens Prince of Wales, denn zum Wappen gehört der Wahlspruch „Ich dien“. Ob diese beiden Wörter nun wirklich einen deutschen Ursprung haben, wie Wikipedia meint, oder ob sie walisisch sind, wie Belles Lettres meint, kann ich nicht beurteilen.
Sicher bin ich mir aber, dass „vom Prince of Wales“ in der deutschen Sprache wenig königlich klingt. Das liegt nicht an den englischen Wörtern, sondern an der Umschreibung des Genitivs mit „vom“ – was in der Alltagssprache längst üblich ist, gilt in der Schriftsprache noch nicht als gelungen. Von den Royals im Allgemeinen und der Hochzeit im Besonderen mag man halten, was man will, sprachlich angemessener und stilistisch schöner ist es, über das Wappen „des Prince of Wales“ zu schreiben.
Statt
Folgt in „Wasser statt Abgase“ der richtige Fall auf statt? Das fragte mich neulich Anreas Roeschies und ich greife die Frage an dieser Stelle gerne auf, weil sie interessante Sprachentwicklungen anschneidet.
Zum einen geht es dabei um den Genitiv, dessen allmähliches Verschwinden gerne betrauert wird. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch,
Wem zuliebe?
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Dass der Genitiv nicht etwa tot ist, sondern gerne an unerwarteten Stellen den Dativ verdrängt, beweist das Bild oben.






