Sprachblog

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Amtsdeutsch meets Onlinebanking

Dienstag, 31. Mai 2011

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn ein Unternehmen auf dem Land sich äußerlich gerne sprachlich innovativ gibt, im Detail aber so umständlich daherkommt wie zu Großvaters Zeiten:

Amtsdeutsch online

Mit Wörtern alleine ist es nicht getan, auch auf den Satzbau kommt es an. Das Passiv (wurde vorgenommen) und die Substantivierung (der TAN-Versand) machen den kurzen Satz schwerfälliger als nötig.

Inzwischen sind sich zwar viele Unternehmen über die Bedeutung einer sorgfältig gepflegten Unternehmenssprache im Klaren, bei der Umsetzung gibt es aber noch viele Defizite. Ein dickes Handbuch allein ist keine Garantie für sprachlichen Erfolg, das ist klar. Die meisten Handbücher, die ich bisher gesehen habe, sind auf einzelne Sprachregeln ausgerichtet. Dabei kommt es nicht auf die Regeln als solche an, sondern darauf, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen die Unternehmenssprache im Arbeitsalltag leicht einsetzen können.

# Ines Balcik am 31. Mai 2011 um 11:07 Uhr
Besserwisserisch
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